Außenansicht Försterweg 52
Wohn-Pflege-Gemeinschaft LangenfeldeWohn-Pflege-Gemeinschaft Langenfelde

Wohn-Pflege-Gemeinschaft Langenfelde

Porträt

Ansprechpartner

Malte Kock

Leiter Wohn-Pflege-Gemeinschaft

040 / 54 75 97-16

E-Mail kockdrk-sd-eimsbuettel.de

Seit August 2015 gibt es im Försterweg 52, nah am S-Bahnhof Langenfelde, eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die kleine, überschaubare Wohngruppe verfügt über zehn 1-Zimmer-Appartements mit eigenen Bädern sowie gemeinsame Ess- und Aufenthaltsräume. Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung und Pflege wird von der DRK-Sozialstation Lokstedt-Stellingen übernommen. Die Vermietung erfolgt durch die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG.

Gemeinsames Kochen

Pflege von Menschen mit Demenz bedeutet für uns Beziehungsgestaltung. Der Erkrankte ist ein gleichberechtigter Teilhaber am Pflegeprozess. Selbstbestimmung, Mitgestaltung und soziale Teilhabe sind grundlegend für unsere Arbeit. Wir begegnen den Betroffenen auf Augenhöhe. Demenz ist eine Krankheit, die die ganze Familie betrifft. Der regelmäßige Austausch mit den Angehörigen ermöglicht ein besseres Verständnis für die Lebenswelt der Betroffenen. Dabei respektieren wir eigene Normen, Werte und Verhaltensweisen der Menschen mit Demenz und sorgen damit für eine höhere Lebensqualität. Den Alltag gestalten wir mit vielseitigen Betreuungsangeboten. Weil jede demenzielle Erkrankung ebenso individuell ist wie die betroffene Person, arbeiten wir in einem multiprofessionellen Team. Im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch mit Demenz mit seinen Wünschen und Bedürfnissen.

Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

  • Was bedeutet „angehörigenorganisiert“?

    Die Angehörigengruppe beteiligt sich an der inhaltlichen Ausrichtung und praktischen Umsetzung des WG-Konzeptes und des Wohnalltags. Neben der Beteiligung an Unternehmungen und der Übernahme von WG-bezogenen Aufgaben gehören hierzu auch monatliche Treffen der Angehörigen sowie die Mitgestaltung der WG-Struktur und das Praktizieren des Gemeinschaftsprinzips. Die Angehörigengruppe vertritt stellvertretend die Interessen der WG-Bewohner gegenüber Pflegedienst und Baugenossenschaft. Angehörigenorganisiert bedeutet das Mit- und Füreinander aller am Pflegeprozess Teilhabenden aktiv mitzugestalten – und das natürlich immer im Sinne der Bewohner. Die Angehörigen der Wohn-Pflege-Gemeinschaft haben Hausrecht, verfügen über einen Schlüssel und können jederzeit in der WG vorbeikommen.

  • Wie läuft der Alltag ab?

    Wir gestalten den Alltag mit den Bewohnern gemeinsam. Individuelle Wünsche, die persönliche Biografie und jeweiligen Fähigkeiten bestimmen das „Wie“ und „Was“. Ziel ist es, positive Momente zu schaffen und Stress zu vermeiden. Um bestehende Fähigkeiten zu fördern und zu erhalten sind hauswirtschaftliche Tätigkeiten ein zentrales Thema der Alltagsgestaltung. Normalität, Wertschätzung und Selbstbewusstsein sollen den Bewohnern hierdurch erlebbar werden und ihnen soziale Anerkennung vermitteln. Pro Schicht beschäftigen wir deshalb drei Pflegekräfte. Hinzu kommt ein Bundesfreiwilligendienstler sowie Ehrenamtliche, ein Pastor als auch bedarfsentsprechend Therapeuten.

  • Kosten

    Die Kosten der Wohn-Pflege-Gemeinschaft setzen sich aus der Miete, pflegerischer Versorgung, Betreuungsleistungen sowie Aufwendungen für Anschaffungen und Instandhaltung zusammen. Da der jeweilige Pflegebedarf unterschiedlich ist, erstellen wir hierzu ein individuell angepasstes Angebot. 

    Bei Kostenübernahme durch das Sozialamt ist ein Einzug ebenfalls möglich. Wir beraten Sie gerne ausführlich.

  • Muss ein Bewohner aus der WG ausziehen, wenn sich der gesundheitliche Zustand verändert?

    Nein. Jeder Bewohner kann bis zu seinem Lebensende in der WG verbleiben. Veränderungen des Gesundheitszustandes können wir in jeder Lebenslage begleiten. Durch unser speziell geschultes Personal sind wir in der Lage, auf die jeweiligen Bedürfnissen einzugehen und die Bedarfe entsprechend zu begleiten.

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