Seniorin lächelnd, hält die Hand von jemand anderen

Wöchentliche Pflegezeiten von bis zu 63 Stunden in jedem Pflegehaushalt

Aktuelle Studie zur Lage pflegender Angehöriger

 

Die Studie „Pflege in den eigenen vier Wänden: Zeitaufwand und Kosten“ der Hans-Böckler-Stiftung zeigt auf, wieviel Zeit die Versorgung von Pflegebedürftigen in Anspruch nimmt. Dazu wurden von November 2015 bis Juni 2016 bundesweit mehr als 1.024 Pflegehaushalte befragt, in denen Pflegebedürftige ab 65 Jahren leben. 

Die wichtigsten Daten aus der empirische Erhebung zum Zeitaufwand für häusliche Pflege haben wir einmal zusammengestellt: 

  • Gut 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt
  • 63 Pflegestunden fallen in einem Haushalt mit pflegebedürftiger Person im Schnitt pro Woche an
  • Die häusliche Pflege stützt sich dabei wesentlich auf eine Hauptpflegeperson
  • In jedem fünften Pflegehaushalt macht die Hauptpflegeperson alles allein 
  • Nur knapp die Hälfte der befragten Haushalte greift auf Unterstützung durch Pflegedienste oder andere professionelle Hilfe zurück
  • Nur zehn Prozent des Zeitaufwands für die Versorgung des Pflegebedürftigen entfallen auf professionelle Dienste, die übrige Versorgung wird vor allem von der Hauptpflegeperson und in kleinerem Umfang auch von Freunden, Bekannte oder Nachbarn übernommen
  • Rund ein Drittel der Hauptpflegepersonen im erwerbsfähigen Alter hat die Arbeitszeit im Job reduziert 
  • Die gesetzliche Pflegezeit (Arbeitnehmer können eine bis zu sechs Monate währende unbezahlte Freistellung von der Arbeit verlangen) nutzten lediglich sechs Prozent der berufstätigen Hauptpflegepersonen

 

Bei der häuslichen Betreuung von Pflegebedürftigen entstehen nicht nur erhebliche zeitliche Aufwendungen für Pflege und Betreuung, wie die obenstehenden Zahlen belegen. Hinzu kommt auch die physische und psychische Belastung bei den Pflegenden selbst. 


Die Pflegeversicherung in Deutschland ist darauf aufgelegt, betroffene Familien zu entlasten. Mit dem Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) im Jahr 2017 ist eine gerechtere Ausrichtung der Leistungen am individuellen Bedarf der Versicherten umgesetzt worden. 

Unser ambulanter Pflegedienst unterstützt Pflegende bei der Pflege und Betreuung ihrer Angehörigen zu Hause.

Wir unterstützen Sie bei medizinischen Pflegeleistungen und auch bei hauswirtschaftlichen Leistungen. Wenn unser Pflegedienst für Sie das morgendliche Waschen und Ankleiden übernimmt, gewinnen Sie wieder mehr Zeit für sich.