Stefan Mette und Barbara Schwarzloh im Gespräch am Tisch sitzend

Wechsel in der Geschäftsführung - Interview mit der neuen und scheidenden Geschäftsführung

Stefan Mette löst am 01. August 2017 Barbara Schwarzloh in der Geschäftsführung der Sozialen Dienste Eimsbüttel des Deutschen Roten Kreuz ab.

 

Stefan Mette bringt eine breite Palette von Wissen und Erfahrung in die neue Tätigkeit ein. Er ist seit 1993 im Gesundheitswesen tätig und neben gesammelter Berufserfahrung in leitenden Positionen bringt er auch DRK-Expertise mit.
Gemeinsam mit Karen Zeglarske, als stellvertretende Geschäftsführerin, wird Herr Mette den Ausbau der Dienstleistungen sowie den hohen Qualitätsstandard der Sozialen Dienste Eimsbüttel sichern und weiter  entwickeln.

Frau Schwarzloh verabschiedet sich nach über 20 Jahren beim DRK Eimsbüttel in den Ruhestand.

Wir haben die Gelegenheit genutzt und mit Frau Schwarzloh und Herrn Mette ein Interview geführt.

 

Frau Schwarzloh, wenn Sie auf Ihre Zeit im DRK Hamburg-Eisbüttel zurückblicken, was ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Die Eröffnung der Tagespflege in Eidelstedt 2013 war für mich etwas ganz Besonderes. Auch die Zusammenarbeit mit der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG hatte ganz besondere Momente für mich. Von der anfänglichen konzeptionellen Planung bis hin zu den umfangreichen Umbauten haben beide Seiten viel voneinander gelernt. Entstanden ist daraus die Wohn-Pflegegemeinschaft für Menschen, die an Demenz erkrankt sind – hier in Langenfelde, im Fösterweg 52.

Herr Mette, worauf freuen Sie sich jetzt am meisten, was Ihre neue Aufgabe betrifft? Und worin sehen Sie die größte Herausforderung?

Ich freue mich besonders auf die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vor Ort in allen Bereichen. Ich wurde sehr gut empfangen und hatte eine interessante Übergabezeit mit Frau Schwarzloh. Auf mich wartet jetzt eine Vielzahl an Aufagben und Projekten. Die Kontinuität der Arbeit zu sichern und auszubauen, stellt sicherlich eine Herausforderung dar. Aber ein großes Plus sehe ich in der Mitarbeiterschaft der Sozialen Dienste, auf deren Unterstützung ich dabei bauen werde.

Welche entscheidenden Fähigkeiten braucht man in Ihrer Position besonders?

Barbara Schwarzloh: Die Fähigkeit zu haben, andere sich entwickeln zu lassen und nebeneinander zu wachsen.

Stefan Mette: Die Unterstützung durch die Führungskräfte und das Team ist wichtig. Auch wenn der Geschäftsführer vom Titel her lenkt und leitet, ist das keine Einzelposition, es ist immer ein Miteinander. Alles alleine regeln zu wollen, ist ein Trugschluss.

Barbara Schwarzloh: Wo man etwas selbst nicht kann, sollte man immer Experten hinzuziehen.

Stefan Mette: Kommunikative Fähigkeiten sind wichtig, auf andere zugehen und offen sein.

Barbara Schwarzloh: Ja, Kontaktfreude ist wichtig, aber auch Spaß und gute Laune.

Wie entspannen Sie nach einem Arbeitstag in der Freizeit? Wie gelingt es Ihnen, immer wieder Ihre Batterien aufzuladen?

Barbara Schwarzloh: Garten, Garten, Garten. Ich habe seit 20 Jahren ein Wochenendhaus außerhalb von Hamburg. Das ist ein Rückzugsort für mich und im Garten „zu wühlen“ ist für mich oft wie eine Therapie – ohne Therapeuten.
Aber ich schätze auch sehr das kulturelle Leben in Hamburg, Theater und Literatur sind für mich ebenfalls ein Ausgleich und ein sehr wichtiger Bestandteil meines Lebens.

Stefan Mette: Auch ich finde die nötige Erholung auf dem Land, beim Radfahren oder bei langen Spaziergängen. Ich lese sehr viel und natürlich gibt mir auch meine Familie den nötigen Rückhalt.

Frau Schwarzloh, gibt es etwas, dass Sie Herrn Mette mit auf den Weg geben möchten?

Ich werde mich hüten, Tipps zu geben.
Wichtig waren mir immer meine Mitarbeiter. Ich habe immer drauf geachtet, dass jeder, der etwas will, auch eine Chance bekommt. Mitarbeiterförderung hatte für mich immer einen hohen Stellenwert. Ich würde mich freuen, wenn auch Frauenförderung weiterhin als Thema positioniert wird.
Und wir dürfen nicht vergessen, dass wir immer für die Menschen arbeiten, die etwas von uns wollen. Wir sind das Deutsche Rote Kreuz und arbeiten in der Wohlfahrt. Das bedeutet für mich, das man auch mal etwas macht, das nicht abrechenbar ist.